Tag 12 Der Brandberg und das Camp
Nach einem opulenten Frühstück und einem netten Gespräch mit der lieben Frau d´Avignon und der ebenso freundlichen Mitarbeiterin mussten wir schweren Herzens die Weiterreise antreten.
Namibia ist groß und drei Wochen sind nicht wirklich eine lange Zeit. Doch zuerst gingen wir noch zur Touristeninformation Namib i, um uns Ideen für die Übernachtungen im Norden zu holen. Dort machten wir Bekanntschaft mit einer sehr kompetenten und hilfsbereiten Mitarbeiterin. Die gute Almuth hatte wertvolle Tipps parat und buchte für uns schon mal die Unterkünfte für den kommenden Abschnitt.
Noch schnell einen Kalender und ein paar Postkarten kaufen, Abschiedsfotos schießen, Auto holen und weiter. Der Norden wartet schon. In Henties Bay füllten wir noch unsere Vorräte auf, Wasser, Fleisch-Pie und Törtchen… und erfreuten uns dann wieder für einige Zeit an der einsamen Landschaft.
Im Brandberg Rest Camp in Uis angekommen, bezogen wir unser Zimmer Aquamarin. Soweit wir das beurteilen können, liegen alle Räume um einen für die Gegend riesigen Pool. Wir waren außer dem Chef des Camps zu diesem Zeitpunkt die einzigen Weißen dort neben einer großen Schar Schulkinder, die ausgelassen in dem Pool tobten. Leider konnten wir uns nicht an dem Spaß beteiligen, da wir noch ein Stück in das 35 km entfernte Brandberg-Massiv hinein wandern wollten.
Auch hier gibt es Felsmalereien und –ritzungen, die man mit einem von NACOBTA unterstützten, ortskundigen Führer besichtigen kann. Aber auch ohne Begleitung kann man hier auf Wanderung gehen, findet dann allerdings die interessantesten Sachen nicht unbedingt. Der Brandberg hat eine ganz eigene Flora und Fauna.
Leider haben wir die Fliegen dort als überaus nervend empfunden. Auf der Rückfahrt zum Camp hatten wir wieder ein paar Anhalter dabei. Diesmal war es Frau von einem der Bergführer mit ihrem Baby und zwei Freundinnen, die uns bis zu ihrem Zuhause in Uis begleiteten.
Den Abend verbrachten wir dann im Camp, das recht preiswerte, einfache, aber saubere Unterkunft bietet. Die Zimmer sind mit Moskitonetzen, Wasserkocher usw. sowie Kosmetikartikeln ausgestattet. Nach dem allgemeinen Pflegeprogramm und einem Kaffee auf dem Zimmer durchstreiften wir die Räume, d.h. Restaurant, Billardzimmer und so und ließen uns dann in der gemütlichen Bar nieder.
Als einzige Gäste hatten wir das Personal für uns alleine, und nachdem wir Bier und Wein geordert hatten, berichtete der Koch uns stolz, was er zum Abendessen vorbereitet hatte. Da konnten wir nicht nein sagen und haben es nicht bereut, denn Kartoffelsüppchen, Salat (Gurke, Tomate, Eisbergsalat, Feta, Paprika, Oliven), Oryx-Steak vom Grill, Gemüse und Pommes schmeckten wirklich sehr lecker.
Der Barmann führte uns durch seine umfangreiche Auswahl an Musik vom PC und wir lernten, welchen Spaß man mit einem Duppa haben kann. Das ist eine Schnupftabak-in-die-Nase-schieß-Maschine, die wir bestaunten, aber lieber nicht ausprobierten. So ging wieder ein Tag zu Ende, viel zu schnell wie jede schöne Zeit.