Tag 16 Der Etosha Nationalpark im Süden
Um möglichst früh in den Park zu kommen, haben wir heute mal sehr zeitig gefrühstückt. Das allerdings in aller Ruhe, denn für Eiltempo war das Angebot viel zu lecker und das Ambiente lud auch zum Verweilen ein.
Das Etosha Safari Camp hat einen herrlich gestalteten Innenhof. Bei Lichte betrachtet, gab es noch tausend weitere nette Details zu bestaunen. Mit Rührei, Wurst und Käsesorten, eingelegten Aprikosen, Guaven usw. mit lecker Joghurt drüber konnte man die Ruhe und angenehme Atmosphäre gebührend genießen.
Anschließend fuhren wir auf direktem Wege zum Park, füllten am Tor unser Formular aus und zahlten die Einlassgebühr im Camp Okaukuejo (80N$ p.P. und 10N$ fürs Auto).
Beim Camp ist auch eine Wasserstelle, die wir gleich in Augenschein nahmen, bevor wir Okaukuejo in nördliche Richtung verließen. Erste Anlaufpunkte waren Wolfsnes, Okondeka, Leeubron und dann wieder das Okaukuejo Camp.
Beim Wasserloch machten wir dann auch gleich Mittagspicknick. Diese Idee hatten auch zahlreiche Tiere, die zur gleichen Zeit die Wasserstelle aufsuchten, um ihren Durst zu löschen. Elefanten, Giraffen, Zebras und auch verschiedene Antilopen gaben sich ein Stelldichein. Da stand unsere Kamera nicht lange still und wir hatten kaum Zeit zum Essen, zumal wir noch mit einigen kleinen Vögeln, die sich zu uns gesellt hatten, Krümel und Obst teilen mussten.
An der Tankstelle füllten wir noch mal Sprit nach, plünderten die kleine Poststelle, wo es ganz tolle Marken gab, insbesondere wunderschöne Blockausgaben und kauften Wasser im Laden des Camps. Einige Postkarten haben wir noch geordert und ein Tässchen Kaffee getrunken, lustige Webervögel beim Nestbau beobachtet und fotografiert. Dann verließen wir das Camp, diesmal in östliche Richtung.
Bei Gemsbokvlakte wurde gerade ein toter Elefant von Geiern und Schakalen gefressen, was bekanntermaßen ganz normal ist, aber nicht gerade schön. Und auch wenn es heißt, ein Riß gehört zu den aufregendsten Erlebnissen auf Safari, sind wir eher froh, dass wir auf ein solches Ereignis verzichten durften. Man weiß ja als erwachsener Mensch, dass das Sterben zum Leben gehört, aber lebendig ist die Natur zumindest für uns (und für Gott sei dank auch die meisten anderen Menschen) einfach am Schönsten.
So erfreuten wir uns auf der weiteren Fahrt noch an imposanten Giraffen, kamen zu den Wasserstellen Olifantsbad (wo entgegen der Karte kein Aussteigen mehr möglich war), Aus, Odongab, Kapupuhedi, Nebrowni und noch mal kurz ins Camp, wo inzwischen nicht mehr so viele Tiere am Wasserloch waren. In Richtung Tor stoppten wir noch an der Ombika Wasserstelle, wo wieder wunderschöne Giraffen zu sehen waren und außerdem endlich die ersten beiden Löwen. Bis 19.05 Uhr mussten wir das Camp verlassen und wir schafften es, um 19 Uhr wahrscheinlich als Letzte, das Anderson Gate zu passieren.
Zurück im Etosha Safari Camp hatten wir noch Zeit, uns ausgiebig unter der Dusche den Staub vom Leibe zu spülen, bevor wir unten im Restaurant hungrig, aber happy das vorreservierte Dinner einnehmen konnten. Ein umfangreiches Salatbuffet erwartete uns, Kuduschnitzel, Schweinefleisch-Spieße, Kraut, Reis, gebackene Kartoffeln, Auberginen und Zwiebeln folgten. Zum Nachtisch gab es Pudding auf einer Art Keks mit Früchten. Der obligatorische Wein und Bier durften nicht fehlen, und das Ganze im romantischen Innenhof bei Live-Musik. Da konnte man sich wohl fühlen!