Tag 18 Der Etosha Nationalpark im Osten

Ausgeruht und wie immer gut gelaunt saßen wir beizeiten am Frühstückstisch und ließen uns unseren Toast schmecken. Auf direktem Wege steuerten wir dann das Von-Lindequist-Gate an, um unsere Tierbeobachtungen fortzusetzen. Zuerst besuchten wir die Wasserstellen Klein Namutoni und King Nehale, dann umrundeten wir die Fishers Pan (Fischerpfanne), wo wir wieder ausgezeichnete Aufnahmen von Zebras, Springböcken und anderen Tieren machen konnten. Unter anderem lief uns eine Schildkröte im wahrsten Sinne des Wortes über den Weg.

In aller Ruhe nahmen wir noch diverse Seitenwege mit, wo wir bei Klein Okevi Elefanten aus der Ferne und dann noch welche ganz nah erleben durften. Auch eine Familie von Warzenschweinen ließ sich bereitwillig betrachten und fotografieren, bevor alle im Gänsemarsch und mit steil aufgerichteten Pinselschwänzchen im Dickicht verschwanden.

Bei Groot Okevi hatten wir dann das Glück, vier Giraffen aus allernächster Nähe beobachten zu können. Sie standen neben uns und liefen vor und hinter uns über die Schotterpiste und labten sich an den Akazien. Das tollste aber war, dass eine von ihnen auf einem großen alten Knochen herumkaute, den sie vom Boden aufgenommen hatte. Giraffen tun das wegen der in den Knochen enthaltenen Mineralien. Komisch sieht das schon aus und wenn wir nicht zufällig darüber gelesen hätten, hätten wir es wohl nicht geglaubt. Irgendwann spuckte sie ihn dann aus und hatte kurz darauf einen anderen, noch größeren beim Wickel. Wir hofften nur, dass sie das Ding nicht verschluckte. Einmal war er fast weg, aber schwupp war er dann wieder da. Übung ist eben alles.

Im Fort Namutoni nahmen wir uns die Zeit für einen Kaffee und einen kleinen Einkauf im Shop, der viele nette Dinge zu bieten hatte. An der Wasserstelle beobachteten wir noch diverse Vögel und machten uns auf den Weg zu Chudop und Kalkheuwel.

Bei Ockerfontein sollte es laut Karte einen Aussteigeplatz geben. Aber wir zogen es dann doch vor, diesen Ort schnell wieder zu verlassen. Der Zaun war niedergetrampelt und das Tor fehlte gleich völlig. Vor zwei Horror-Klos befand sich eine riesige Schlammpfütze, die so roch, wie die Toiletten aussahen, nämlich sch… (Wohl dem, der hier nicht mal musste!). Auf der Picknickbank hatten wohl Elefanten gesessen. Also nix wie weg!

Weiter ging es bis kurz vor Springbokfontein und zurück zum Fort Namutoni zum Tanken und was sonst noch nötig war. Bei Klein Namutoni hatten wir noch mal richtig Glück mit Zebras, Springböcken, allerlei Wasservögeln und einer stattlichen Giraffe. Dann hieß es Abschied nehmen, bevor die Tore schließen. Am Gate erstanden wir ein schönes geschnitztes und bemaltes Perlhuhn und eine Eule.

Auf dem Weg zur Farm sahen wir dann noch hinter einem Farmzaun eine Giraffenfamilie mit ihrem Nachwuchs, und auch ein Warzenschwein flitzte nahe der Straße durchs Gras.

Zurück auf der Sachsenheim Gästefarm schrieben wir endlich noch ein paar der unzähligen obligatorischen Karten, die man seinen Freunden so versprechen musste. Unser Abendmahl nahmen wir heute mal im trauten Häuschen ein. Ein bisschen wehmütig mussten wir daran denken, dass unsere drei eingeplanten Fotosafari-Tage nun schon zu Ende waren.