Tag 2 Hardap Dam und Keetmannshoop
Ausgeruht starteten wir mit einem köstlichen Frühstück in den neuen Tag.
Dazu gab es Zeitungen in diversen Sprachen. Mit einer deutschen Ausgabe (liest sich doch besser) informierten wir uns gleich über die neuesten Neuigkeiten im Lande. Nach einem kurzen Plausch mit der Vermieterin ging es dann gegen 9.30 Uhr los in Richtung Rehoboth.
Über Kalkrand fuhren wir weiter ein Stück in die Kalahari Wüste.
Die Dünen waren schon hier am Rande der Wüste recht beeindruckend. Vor Marienthal bogen wir dann ab zum Hardap Dam, einem Naturschutzgebiet mit viel Flora und Fauna, aber wenigen Touristen um die Zeit.
Man benötigt ein Permit (Erlaubnisschein), um reinzudürfen. Das kostete uns 90 N$, d.h. 40 pro Person und 10 fürs Auto. Wir fuhren nun die Fish-Route entlang, zweimal an den Stausee heran, wo wir schon mal diverse Antilopen und Vögel in Augenschein nehmen konnten. Die Ruhe tat echt gut.
Zurück in Marienthal mussten wir am Spar-Markt und an der Tankstelle halten, schauten uns eine Kirche an und buchten nebenbei noch schnell telefonisch ein Zimmer für die nächste Nacht in Keetmannshoop. Dafür gibt es außer Reiseführern zum Beispiel einen Travel Guide oder das amtliche Unterkunftsverzeichnis.
Marienthal soll das Zentrum der Straußen- und Schafzucht sein. Wir sahen allerdings lediglich einen Hund und drei Pferde. Naja, auch schön. Dafür gab es jede Menge anderer Dinge zu bestaunen. Zum Beispiel bewunderten wir wie die kleinen Kinder die Schatten, die die Wolken über die Erde wandern ließen. Sieht das zu Hause auch so aus?
Irgendwann kamen wir dann in Keetmannshoop an und bezogen unser Zimmer in der Central Lodge. Es war wohl das kleinste Kämmerlein der
Lodge und überhaupt der ganzen Reise, aber völlig ausreichend für eine Nacht. Nach dem Ausladen des Gepäcks und einer kurzen Erfrischung kamen wir gerade rechtzeitig zum Köcherbaumwald, um den grandiosen Sonnenuntergang zu erleben.
Hinter den Köcherbäumen sieht die Sonne einfach herrlich aus und die Aloen haben eine fantastische Silhouette. In der anderen Richtung, also von der Sonne angestrahlt, leuchten die rissigen Stämme in spektakulären Farben. Man kann sich an dem Schauspiel kaum satt sehen.
Zurück in der Lodge machten wir es uns dann nach einer erholsamen Dusche im Restaurant bequem und entschieden uns für Straußenfilet und Oryx-Steak, dazu Wein bzw. Windhoek Lager, das nach deutschem Reinheitsgebot gebraut wird und laut Urteil von Steffen auch so schmeckt.

