Tag 4 Lüderitz
Bei Lichte betrachtet, gab es in der Pension Kratzplatz noch unendlich viele interessante Details in der Einrichtung zu betrachten. Wir genossen unser Frühstück mit Rührei und Bohnenkaffee und dann hieß es leider schon Abschied nehmen.
Unser erster Weg führte uns zu „Lüderitz Safaris & Tours“, der Touristeninformation. Dort machten wir Bekanntschaft mit Marion, die mindestens fünf Sprachen spricht und uns in allen Fragen mit Rat und Tat zur Seite stand. Hier kann man an Souvenirs kaufen, was das Herz begehrt, alles mögliche buchen und angenehm plaudern. Von Marion kam auch der Tipp für die Unterkunft für nächsten beiden Tage.
Was wir in keinem Gästehäuser-Verzeichnis fanden, was aber total schön war, sind die preiswerten Selbstversorger-Zimmer im Island Cottage auf der Haifisch(halb)insel Shark Island. Herrlich ruhig direkt am Meer, sehr gemütlich und prima ausgestattet. Von Mikrowelle, Kühlschrank, Geschirr bis zu Kaffee und Tee, Pfeffer und Salz … alles liebevoll bereitgestellt.
Bei OK und Spar haben wir gleich wieder unsere Vorräte aufgefüllt, was man in Namibia immer tun sollte, wie sich später noch mehrmals bestätigte. Dann endlich machten wir uns auf, Lüderitz zu erkunden. Das typisch altdeutsche Städtchen kann man gut zu Fuß tun, denn alle interessanten Gebäude sind so leicht zu erreichen.
Sehr empfehlenswert ist z.B. eine Besichtigung des Goerke-Hauses, einst erbaut für einen Manager der Diamantengesellschaft, heute zuweilen Gästehaus für Prominente. Die blaue Villa im Jugendstil ist sehr schön eingerichtet und man kann in Ruhe alle Räume anschauen.
Dann standen wir plötzlich vor dem Diaz Coffee Shop, und weil Kaffeezeit war, dachten wir uns, mal sehen, was man in Namibia so zum Kaffee speist. Und was gab es dann? Schwarzwälder Kirschtorte, was sonst? Ganz wie zu Hause, nur noch viel leckerer.
So gestärkt erklommen wir dann den Weg hinauf zur Felsenkirche, deren wunderschöne Buntglasfenster man unbedingt von innen besichtigen sollte. Den Rest des Tages nutzten wir zu einer Fahrt nach Shark Island, vorbei an unserer Unterkunft bis zur Spitze der Halbinsel, wo wir uns den Wind um die Nase wehen ließen. Dann ging es weiter zum Agate Beach, dem Achatstrand, zum Muscheln sammeln.
Nach einem allgemeinen Styling im Zimmer machten wir uns ohne große Überlegung auf zum „Barrels“, der Gaststätte, die zum Kratzplatz gehörte. Dort speisten wir in rustikaler Atmosphäre super lecker Riesengarnelen (die nicht wie in Deutschland nur so heißen, sondern auch riesig sind) und die berühmten Lüderitzer Austern und kamen bei Bier und Wein mit einem netten Rheinländer ins Gespräch, der teilweise die gleiche Route plante wie wir.

