Tag 6 Endlose Weiten
Nach einem reichhaltigen Frühstück (Danke, Steffen!) hieß es langsam Abschied nehmen von Lüderitz und zunächst vom Atlantik. Wir schauten noch mal bei Marion vorbei, und sie hatte natürlich auch eine Idee für die nächste Übernachtung.
Eine Schulfreundin von ihr hatte eine Farm direkt da, wo wir als nächstes hinwollten. Prima! Nach einem letzten Plausch deckten wir uns noch in Nettas Biltongladen mit Reiseproviant ein und los ging es ins heiße Landesinnere.
Was dann kam, war die reinste Wüstenrallye. Sandsturm auf der Straße, die irgendwann wieder zur Schotterpiste wurde, weit und breit kein Mensch zu sehen in Namibias unendlicher Weite. Man stelle sich vor: 2,2 (in Worten zwei Komma zwei!) Einwohner pro km². Da kann man sich ja leicht ausrechnen, wann man nach einer Stadt wie Lüderitz mit 25.000 Einwohnern statistisch gesehen mal wieder Menschen trifft.
Der Weg führte uns also über diverse Farmen, was bedeutete, aussteigen, Tor auf, durchfahren, Tor zu, einsteigen und weiter. Ines bewältigte diese Aufgabe mit viel Elan und wachsender Routine.
Irgendwann erreichten wir Helmeringhausen, klingelten an der Tankstelle und erholten uns dann im Helmeringhausen Hotel, einer grünen Oase mit gemütlichem Garten, verschmusten Katzen, Bohnenkaffee und frischem Apfelkuchen mit Schlagsahne. Ein Freilichtmuseum zeigt landwirtschaftliche Geräte usw..
Über weitere Schaf- und Rinderfarmen gelangten wir zur Farm Duwisib, wo wir gleich unser Gästehäuschen bezogen und dann über das Gelände wanderten, um erst den Sonnenuntergang und dann die unzähligen Sterne zu bewundern. Das Abendessen bereiteten wir uns selbst in der kleinen Küche zu und lasen dann noch ein Büchlein über Schloss Duwisib direkt neben der Farm, das wir am nächsten Morgen besichtigen wollten.